Als der Weihnachten das letzte Mal kam, sind wir ja nach Dänemark gefahren, damit der uns nicht findet. In diesem Jahr haben wir uns auf der Insel Rügen vor ihm versteckt.Es ging alles wieder los wie beim letzten Mal. Meine Leute haben Koffer und Taschen eingepackt. Diesmal hat Devil in jeder Tasche gesessen. Ist ja auch viel einfacher. Der ist ja noch klein. Ich konnte mich also auf den großen Koffer konzentrieren - Arbeitsteilung eben. Devil ist ein richtiger Quirl. Der ist manchmal echt nervig. Ständig schnappt der nach mir. Meistens hat er nur mein Fell im Maul, aber manchmal zwickt der mit seinen spitzen Zähnchen. Und er nervt den ganzen Tag. Aber wir sind ja vor dem Weihnachten weggelaufen und sind mal wieder lange mit dem Auto gefahren. Den Zwerg musste ich während der Fahrt zweimal ankläffen - dann war Ruhe.

Wir hatten in dem Rügen ein tolles Haus mit Garten. Der Fußboden in dem Haus war ganz warm. Das war echt gut, wenn wir vom Regenspaziergang zurück gekommen sind und triefnass waren. Aber abends war mir das zu warm, da hab ich mich in den Flur verzogen. Der Zwerg hat immer unter der Treppe gelegen - abends meine ich. Die Treppe bin ich immer rauf und runter gejoggt. Nur wenn die Oma unterwegs war musste ich ein bisschen aufpassen. In dem Haus war auch ein großer Backofen. So richtig groß meine ich. Meine Leute sind da immer rein gegangen. Richtig blöd sind die. Erst ziehen sie ihre Kleider aus, kein Wunder das denen kalt ist. Und damit sie wieder warm werden, gehen sie in den Backofen. Aber der war so heiß, dass sie nach eine Viertelstunde nass geschwitzt wieder raus kamen. Weil ihnen so heiß war sind sie dann duschen gegangen. Da war ihnen wieder kalt und sie mussten in den Backofen, also das verstehe wer will.

einmal hätte ich den Backofen auch gebrauchen können. Es hatte aufgehört zu regnen und es war so kalt, dass alle Pfützen zugefroren sind. Wir waren im Wald spazieren und wollten uns irgendwelche Kreidesteine angucken. Ich hatte Durst und bin zu einer großen Pfütze gelaufen. Aber bevor ich an die Pfütze kam, bin ich durch die Blätter durch das Eis in ein Matschloch gefallen. Buh das war voll kalt. und ich kam erst mal nicht mehr raus. Frauchen ist gekommen und wollte mir helfen, aber die konnte nicht nahe genug an mich rankommen, ohne selbst in das Matschloch zu fallen. Ich hab dann so lange gezappelt, bis ich wieder festen Boden unter den Pfoten hatte. Aber es war immer noch super kalt am Bauch und an den Pfoten.Ich bin dann mit Frauchen und Herrchen zum Auto zurück gelaufen. Da hat Herrchen versucht, den Torf aus meinem Fell zu bürsten, ging aber nicht. Das war alles gefroren. Deshalb haben sie dann das Auto warm gemacht, damit das Eis schmilzt. Da wäre der Backofen nicht schlecht gewesen. Zu Hause wurde dann nochmal gebürstet, ging aber immer noch nicht und ich musste duschen...

Der Zwerg ist übrigens auch hinter mir her gelaufen, aber bei dem Winzling ist das Eis nicht gebrochen. Deshalb brauchte der auch nicht duschen. Jetzt sind wir wieder zu Hause. Der Weihnachten hat uns natürlich auch in dem Rügenhaus gefunden und mir einen fleischigen Knochen dagelassen. Die Menschen haben auch alle Geschenke bekommen. Von mir aus kann dieser Weihnachten ruhig öfter kommen.

Euer Snickers