Heute erzähle ich Euch mal von meiner neuesten Prüfung. Schon ganz viele Monate gehen wir zu Jutta und Werner in die Hundeschule und üben für die Begleithundeprüfung. Einmal pro Woche treffen wir uns im Hundegarten und üben. Da kommen dann auch noch andere Hunde mit ihren Menschen hin. Das mit bei Fuß gehen, mit und ohne Leine können wir schon ganz lange. Jetzt müssen wir noch zusammen mit unserem Menschen über einen Stock springen. Oder ich muss mit Herrchen in der Mitte stehen und die anderen Menschen und Hunde kommen auf uns zu, bis sie ganz nah sind. Das macht mir gar nix aus, Herrchen auch nicht.

Dann kommt der Werner immer an und haut mit einem Hammer auf ein Metallrohr. Das Einzige, was mich daran interessiert ist, wie kann ich Werner den Hammer klauen. Herrchen klau ich ja auch immer sein Werkzeug, wenn der zu Hause was bastelt. Dann müssen wir ganz lange warten. Vorher sagt Herrchen „Platz“ und geht ein Stück weg. Nach ganz viel Zeit kommt dann ein anderer Hund mit seinem Menschen an uns vorbei gelaufen. Wir dürfen natürlich nicht aufstehen, erst wenn Herrchen es sagt. Für das lange Warten gibt es immer ein besonderes Leckerchen. Für die nächste Übung muss ich sitzen bleiben und Herrchen geht weg. Wenn er ruft, muss ich ganz schnell zu ihm hinlaufen.

Dann gehen wir noch durch eine Menschengruppe und um andere Mensch-Hund-Teams drum herum. Das ist alles was für Welpen. Zum Schluss üben wir auf der Straße, also wir gehen natürlich auf dem Fußweg. Ein Mensch mit einem Schirm oder einer Zeitung kommt uns entgegen und ich darf den nicht beachten. Find ich eh doof, also was soll’s. Lustiger ist es, wenn Jutta mit dem Fahrrad kommt und bimmelt. Das finde ich schon spannend, aber ich darf Jutta dann nicht begrüßen – wie sonst immer.

Ja dass ist eigentlich schon alles. Wenn die Prüfung ist, kommt ein fremder Mann und guckt, ob wir das alles richtig machen. Und wenn alles gut ist, bekomme ich ein Zeugnis. An einem Samstag im September war dann diese Prüfung. Ich war gar nicht aufgeregt, aber ich wusste, dass ich an dem Tag alles ganz besonders gut machen wollte. Der fremde Mann war ganz nett und lustig und die Menschen haben immer gelacht, wenn der was gesagt hat. Und dann haben alle Hunde mit ihren Menschen die Übungen vorgemacht. Alle haben das sehr gut gemacht und am Ende das Zeugnis bekommen. Ich hab mal kurz allen einen Schrecken eingejagt.

Jutta hatte für die Menschen Brötchen und Kuchen hingestellt. Es hat ja auch ganz lange gedauert, bis alle Hunde die Übungen fertig hatten. Nachdem wir so ganz lange im Platz liegen mussten und die Übung zu Ende war, hab ich mal geguckt, was das da mit den Brötchen so auf sich hat. Da waren Brötchen mit Fleisch obendrauf gelegt und ich wollte das auch mal probieren. Aber Frauchen hat mich erwischt, bevor ich das Fleisch essen konnte. Dabei hat die das Brötchen nachher in die Mülltonne getan, da hätte sie mir doch wenigstens das Fleisch lassen können…

Nachdem alle Übungen fertig waren, sind wir mit einigen Hunden im Baldeneysee schwimmen gegangen. Das war toll, die Menschen haben Stöcke ins Wasser geworfen und die Hunde haben sich beeilt, die alle wieder rauszuholen. In der Zwischenzeit hat der fremde Mann dann die Zeugnisse gemalt. Nachher sind wir noch mit Barnabas und Frieda in ein Restaurant gegangen. Die Menschen haben gegessen und die Hunde haben geschlafen. Der Tag war echt anstrengend.

Hier noch ein paar Fotos