Also ich bin jetzt eine Woche bei meinem neuen Rudel. Am Anfang hatte ich ja schon ein wenig Heimweh, meine Mama und meine Geschwister hab ich schon vermisst. Aber mein neues Zuhause ist ganz cool. Meine vier Menschen und ich wohnen in einer großen Wohnung. Hier gibt es jede Menge zu entdecken. Unter dem Bett von meiner Schwester finde ich super Spielsachen, Schuhe, Taschen und Kartons. Damit kann man herrlich spielen, darf ich aber wohl nicht. Wenn mich jemand erwischt, schimpfen die immer, aber manchmal erwischen sie mich nicht (sofort) und dann nage ich an allem, was ich finden kann.

Meine Menschen schimpfen ja auch nicht so doll. Ich guck dann ganz treu und dann ist ganz schnell alles wieder gut. In der ganzen Wohnung riecht es nach Hund, aber bisher hab ich den Anderen noch nicht gefunden. Aber heute Morgen hab ich ihn im Schlafzimmerschrank entdeckt. Er wollte aber nicht rauskommen und mit mir spielen. Ich hab immer versucht zu ihm reinzukommen, aber die kalte Glasscheibe war immer im Weg. Der Kerl sieht übrigens genauso aus wie ich – und der macht auch immer die gleichen Sachen wie ich. Ist schon komisch. Naja ich guck morgen nochmal nach, vielleicht kommt er ja dann endlich mal raus.

Mein neues Rudel kümmert sich ganz viel um mich. Wenn ich gefressen oder gespielt habe, dann nimmt mich einer auf den Arm und geht mit mir nach draußen. Da sind große Wiesen und da kann ich rumtoben. Wir spielen auch schöne Spiele. Die Menschen rufen immer „Snickers komm“ und wenn ich dann zu dem Rufer hinrenne, dann freuen die sich und streicheln mich. Und wenn ich Pipi oder was anderes muss, dann kann ich das auf der Wiese machen und auch dann freuen die sich genauso.

Zuerst sind wir immer ganz nah beim Haus geblieben. Es war mir schon ein bisschen unheimlich. Da gibt es alle möglichen Geräusche und hatte ich Angst und hab mich unter einem Balkon versteckt. Aber jetzt kenn ich das alles: Flugzeuge, Autos, Motorräder, andere Leute die irgendwie rumlärmen und ein paar Kumpels aus der Nachbarschaft.

Jetzt hab ich auch keine Angst mehr, auch nicht im Dunkeln. Wir gehen jetzt schon ein bisschen weiter vom Haus weg, aber meine Menschen finden immer wieder zurück. Ich weiß gar nicht, wie die das machen, wo die doch gar nicht so gut riechen können wie ich. Manchmal gehen wir über eine Straße, da wo die Autos rumfahren. Da darf ich aber nicht alleine hinlaufen. Wenn ich nur in die Richtung laufe, werden meine Menschen gleich ganz hektisch und rufen und so. Aber manchmal gehen wir über diese doofe Straße, aber dann krieg ich vorher so ein Ding um meinen Hals wo so ein Band drangemacht wird. Dann kann ich gar nicht mehr dahin laufen wo ich will und deshalb finde ich das eigentlich doof. Aber hinter der Straße sind noch mehr Wiesen und ganz viele Bäume. Und da sind auch noch mehr Hundekumpels, die alle an mir rumschnüffeln. Und die Menschen von den Schnüfflern sagen dann immer, wie süß ich bin und wollen mich alle streicheln. Das gefällt mir. Da ist richtig viel Platz zum rumtollen, Laubhaufen und so. Im Wald gibt es so viel zu entdecken, aber da bin ich noch ein bisschen unsicher und bleib lieber nah bei meinen Menschen.

Jeden Tag mach ich neue Kunststücke. Also bei „Snickers komm“ lauf ich meistens zu meinem Rudel. Dann hab ich „Sitz“ gelernt. Wenn ich das gut mache, bekomme ich ein Leckerchen. Ich hab viel Spaß an so Sachen. Auch das mit der Leine finde ich gar nicht mehr so doof. Meine Leute haben gesagt, sie wollen am nächsten Samstag wo hin gehen, wo noch mehr Hundebabys sind. Die kann ich kennen lernen und mit denen spielen.

Ich hab ein neues Kuschelbett – echt super.

So das war’s für heute,

liebe Grüße

Snickers