Der Snickers und ich waren wieder ganz aufgeregt. Frauchen hat ganz viele Taschen angeschleppt und angefangen Sachen einzupacken. Ich dachte mir, aha, wir gehen wieder auf Urlaub. Snickers und ich haben die Taschen vorsichtshalber bewacht. Nur für den Fall, dass man uns vergisst.

Die Taschen haben alle vollgepackt in Herrchens Büro gelegen, da konnte man kaum noch rein laufen. Und dann hat Herrchen die Taschen alle weg getragen, ich dachte schon, wir bleiben zu Hause. Aber dann sind wir alle in Herrchens Auto gestiegen, auch der Benjamin. Da waren die ganzen Sachen schon eingepackt und wir sind gefahren. Wir sind ganz lange gefahren, als wir angekommen sind, war es schon dunkel. Da war ein großes Haus, aber wir konnten da nicht rein, weil der Schlüssel nicht passte. Herrchen hat es versucht, der Benjamin hat es versucht, Frauchen hat es versucht, aber die Tür ging einfach nicht auf. Herrchen hat dann einen Mann angerufen, der kam dann und hat die Tür auch nicht aufgekriegt. Aber der Mann hat dann einen anderen Schlüssel hergezaubert und - simsalabim war die Tür auf. Alle Sachen wurden dann aus dem Auto in das Haus geräumt und wir konnten da auch rein.

Das Haus ist toll, hat große Fenster bis auf den Boden, da kann man super raus gucken. Und eine Treppe, die kann man immer rauf und runter sprinten. Das macht Spaß. Aber meistens sind alle unten, nur zum Schlafen gehen wir nach oben. Am nächsten Tag sind wir ganz weit spazieren gegangen. Da gibt es nämlich einen Strand, ganz breit und ein Meer mit großen Wellen. Ich glaube das heißt Australien - oder Dänemark, ich weiß nicht so genau. Jedenfalls konnten wir am Strand laufen und buddeln, das mach ich ja besonders gerne. Frauchen hat alles mögliche eingesteckt, Stöcke und Muscheln und so. Das soll alles in den Garten an den Teich, das macht die immer, wenn wir am Strand laufen. Und der doofe Snickers bellt immer, der findet Strand blöd.

Dann kam ganz doller Wind und es wurde richtig kalt. Mir ja nicht, ich hab ja ein gutes Fell, aber die Menschen haben gefroren. Beim Spaziergang mussten die sich sogar Socken über die Hände ziehen, so kalt war es. Es gab auch ein bisschen Schnee. Aber über Tag kam die Sonne und es war nur noch ein bisschen kalt. Wir gehen jeden Tag große Runden spazieren über den Strand. Heute waren alles lustige Knäule am Strand. Frauchen hat die, wie einen Fußball, weg geschossen. Aber ich hab die dann gefangen und zerfleddert. Das war toll.

Heute gab es dann die nächste Überraschung. Verena kam uns besuchen und hat den Knoppi mitgebracht. Das Haus ist so groß, da können die beiden auch bei uns wohnen. Da ging natürlich sofort wieder die Post ab. Der Knoppi ist total wild auf mich. Aber abends sind wir alle müde und dann muss ich den Koppi immer anknurren, weil der keine Ruhe gibt. Am ersten Abend hat der Doofkopp doch fast eine ganze Stunde geheult, als wir ins Bett gegangen sind. Also die Menschen sind ins Bett gegangen, der Snickers und ich liegen auf unserer Matte vor dem Bett. 

Tagsüber laufen wir ganz viel am Strand und der Knoppi mit seinen kurzen Beinen, läuft die ganze Strecke mit. Wenn der zu viel nervt, renn ich mal kurz weg. Da kommt der nicht mit. Manchmal ist der Knoppi auch farbenblind und springt statt an mir, an dem schwarzen Hund hoch. Draußen ist das nicht schlimm, aber wenn der Snickers müde ist, geht man dem besser aus dem Weg. Das vergisst der Depp manchmal und wenn der Dicke dann knatschig ist, legt sich der Knoppi ganz schnell auf den Rücken. Dann ist auch gut, der Snickers ist eigentlich ganz lieb. Neulich hat der sogar mich angemacht. Dabei wollte ich doch nur seinen Napf auslecken, da war noch was drin. Ja hör mal, der hat mich vielleicht angeflaumt - glaubste nicht - da lag ich dann auf dem Rücken. Man kann es ja mal versuchen...

Draußen vor dem Haus steht eine große Badewanne, also eine richtig große, nicht wie zu Hause wo nur einer reinpasst. Da passen alle aus dem Rudel zusammen rein, also die Menschen, wir Hunde müssen draußen bleiben. Dann blubbert die Badewanne immer und das Wasser sprudelt. Die Menschen finden das toll, ich fand das ein bisschen gruselig - aber nur ein bisschen. 

Heute waren wir wieder am Strand. Der Wind hat gepfiffen. Der Sand ist geflogen, dass man nur mit dem Wind laufen konnte. Der Knoppi war echt arm dran. Der ist ist ja so klein und kriegt den ganzen Sand ab. Verena hat ihn dann ein Stück getragen, sonst wäre der wohlmöglich noch weggeflogen. Zurück sind wir dann durch die Dünen gelaufen. Da flog kein Sand - zum Glück.

Dann hatten wir zwei Tage Sonne, das war schön. Wir waren natürlich wieder am Strand spazieren. Aber heute kam der Wind zurück, noch schlimmer als beim letzten mal. Aber zum Glück war es da schon Abend. Dann haben meine Leute wieder alles eingepackt und das Haus geputzt. Am nächsten Morgen sind wir nach Hause gefahren. Leider ist unser Urlaub schon wieder vorbei.

 

Wau, wau 

Euer Devil